Ich+Ich+Ich=Wir

SCHULE: VS Marco-Polo-Platz
1210 Wien, Marco-Polo-Platz 9
vs21marcopolo.wordpress.com

KULTURPARTNER: Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste
1010 Wien, Schillerplatz 3
www.akademiegalerie.at

TEILNEHMER/INNEN:
Alter: 8–10 Jahre
Anzahl: 22

PROJEKTBESCHREIBUNG:

Die Schüler/innen der Volksschulklasse 3b arbeiteten unter Begleitung ihrer Lehrerin und der Filmemacherin Doris Kittler ein bildnerisch-mediales Projekt aus, das am Semesterende in Form eines Stop-Motion-Animationsfilmes seinen finalen Ausdruck fand.

Die Rolle des Ich-Ideals, jene unerreichbare Vorstellung eines besseren Ichs, dem jede und jeder von uns heute hinterherjagen muss, um immer mehr, immer schneller, immer besser zu funktionieren – naturgemäß ohne Erfolg. Und gibt es keine Befriedigung, so kommt es oft zu Spaltung. Diese Tendenz beginnt schon im Klassenraum, wo es nicht selten Streit darüber gibt, wer "besser" ist. Wer hat die bessere Religion? Wessen Herkunft ist die "richtige"? Buben gegen Mädchen, Moslem gegen Christ, dünn gegen dick, reich gegen arm etc etc. Dieser gefährlichen Tendenz des kollektiven Narzissmus gilt es gegenzusteuern. Sinn unseres Projektes ist es, Sensibilität und Bewusstsein für die Besonderheit und Gleichwertigkeit eines jeden Individuums zu schaffen, gleichzeitig jedoch auch die Wichtigkeit dieser Person für die Gruppe hervorzuheben.

Es wurde diskutiert: Wer bin ich? Wer will ich sein? Zunächst forschte die Klasse unter der Leitung einer echten Kunsthistorikerin anhand alter Ölgemälde im Museum, wie Menschen sich früher darstellen ließen.

In der Klasse entstand danach ein Gemeinschaftswerk, das aus gegenseitig gezeichneten Porträts bestand, auf großen Formaten gefertigt. Daraus entstand der Animationsfilm, der Inhalte wie: "Ich bin großartig, so wie ich bin!", "Wir sind alle anders, aber wir sind alle gleichwertig!", "Gemeinsam sind wir stark!" und "Wir wollen Frieden für alle und eine gesunde Welt" u.Ä. zum Ausdruck brachte. Dieser Film wurde auf YouTube präsentiert und die Bilder auf einer riesigen Tafel (bis hinein in den Herbst) in der Schulaula ausgestellt!

– Doris Kittler

LINKS ZUM PROJEKT: