PROJEKT

ABENTEUER SCHULRAUM – EXPEDITIONEN, ERFORSCHUNG SOWIE BESIEDLUNG UNGENUTZTER TERRITORIEN

Raum aneignen, Raum verändern
Bild:Raum aneignen, Raum verändern

SCHULE:
Neue Mittelschule (Paul Grüninger)
1210 Wien, Hanreitergasse 2
hanreiter.schule.wien.at

KULTURPARTNER:
Wanderklasse – Verein für BauKulturVermittlung
1110 Wien, Wielandgasse 5/27
wanderklasse.at

TEILNEHMERINNEN/TEILNEHMER:
Alter: 11–12 Jahre
Anzahl: 24

KURZBESCHREIBUNG:

Das Projekt beschäftigt sich mit dem konkreten Schulraum der COB College für Berufsorientierung / NMS Hanreitergasse im 21. Wiener Bezirk. Die Schule ist ein ca. 20 Jahre alter Bau aus der Feder von Gustav Peichl und beherbergt eine Volks- und eine Neue Mittelschule. Die NMS wird als Offene Schule mit Schwerpunkt auf Gesundheit, Sport und Kreativität geführt.

Als Rückzugsort in der Mittagspause und zusätzlich als adaptierter Klassenraum für Kleingruppen oder Projektunterricht braucht es die entsprechenden Räumlichkeiten im Gebäude. Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrer/innen empfinden die vorhandenen Räumlichkeiten als nicht ausreichend in Anzahl, Größe und Ausstattung. Bei einem Rundgang mit der Wanderklasse konnte aber ein hohes Potential an Raum sowohl für Unterricht und Freizeit als auch für den Tagesaufenthalt der Lehrpersonen ausgelotet werden.

In dem gemeinsamen Projekt gehen die Schüler/innen dem Lebensraum Schule näher auf den Grund: Sie starten den Prozess mit Beschreibung, Analyse, persönlicher und allgemeiner Bedarfserhebung an Qualitäten und Nutzungsmöglichkeiten (Lernen, kreatives Gestalten, Gärtnern, Spielen und Bewegen, Gemeinschaft pflegen etc.). Dabei geht es nicht darum, welcher Mangel herrscht, sondern wo vorhandene Kapazitäten besser oder überhaupt genutzt werden können. Dabei beschäftigen sie sich sowohl mit den gebauten Innenräumen als auch mit den vorhandenen Außenräumen der Schule.

Dieser wichtige erste Schritt wird abgelöst vom kreativen und gestalterischen Aspekt: Die Jugendlichen analysieren einmal gefundene „Spaces“ konkret nach den Raumqualitäten (Ausrichtung, Tageslicht, Material, Platzierung im Gesamtgefüge, vorhandene Ausstattung etc.) und erforschen sie spielerisch neu, etwa durch ungewohnte Aktivitäten, temporäre Umgestaltungen etc., um auf ein vorhandenes Potential aufmerksam zu machen. In einem gemeinschaftlichen Prozess schreiben sie diese Räume einer neuen oder erweiterten zukünftigen Nutzung zu.

In der Folge dekorieren die Schüler/innen mit den vorhandenen Möbeln und Materialien das Schulgebäude. Andere Bereiche wie etwa die langen monotonen Gänge erhalten durch einfache und temporäre Gestaltungen neue Funktionen und zonieren das Gebäude bzw. das Raumangebot nach aktuell vorhandenen Bedürfnissen, je nach Saison und Protagonist/innen.

Die nun neu zugänglich gemachten und gestalteten Räume stehen in Zukunft der ganzen Schule zur Verfügung und können von allen genutzt werden.