PROJEKT

RESONANZ UND WUNDER. DINGE ERZÄHLEN (EINE) GESCHICHTE

Dinge
Bild:Dinge

SCHULE:
Neue Mittelschule Bludenz
6706 Bludenz, Bürs, Schulstraße 4
www.hsbuers.at

KULTURPARTNER:
Artenne Nenzing
6710 Nenzing, Kirchgasse 6/
Im Walgau
www.artenne.at

TEILNEHMERINNEN/TEILNEHMER:
Alter: 11–12 Jahre
Anzahl: 20

KURZBESCHREIBUNG:

Im Vorfeld beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler im Deutschunterricht mit kreativem Schreiben. Bei einem Besuch in der Vorarlberger Museumswelt nähern sich die Jugendlichen einer Welt von historischen Dingen und Geschichten und entwickeln ein Gespür dafür, in welchen Wechselbeziehungen sie selbst zu Dingen stehen, die sie umgeben, die sie eventuell sammeln oder horten. Aus diesem Fundus bringt jede/r einen Gegenstand in die Schule mit. Dieser wird dann in eine Datenbank aufgenommen, wie es in Depots geschieht. Die Schüler/innen fotografieren und bemaßen ihn, halten seine Provenienz und die Geschichte fest, die dieser Gegenstand vermitteln kann.

Im Workshop „Resonanz und Wunder. Dinge erzählen (eine) Geschichte“ untersuchen die Schüler/innen die Behauptung, dass sich Geschichte über Gegenstände herstellen lässt. Sie gehen der Frage nach, wie Geschichte gemacht wird, wer daran beteiligt ist (welche Rollen Institutionen wie z.B. Museen, Archive etc. spielen) und wie sich Diversität über eigene Geschichten abbilden lässt. 

Die Schüler/innen arbeiten zu ihrem persönlichen (Erinnerungs-)Gegenstand aus ihrem Alltag und einem Gegenstand aus dem Fundus der Artenne. Dabei gehen sie der Frage nach, auf welche Art und Weise dieser Gegenstand seine Wirkung entfalten kann.

Es geht um eine Grenzüberschreitung von innen nach außen und zurück: Mit künstlerischen Mitteln, im Zeichnen, Fotografieren und Schreiben bringen die Jugendlichen die persönliche Geschichte (das Innen) sich selbst und anderen zur Anschauung (das Außen). Durch den Blick von außen entsteht ein Moment der Distanzierung, der Voraussetzung sein kann, sich über das eigene Verhältnis zum Erinnerungsgegenstand klar zu werden und sich gegebenenfalls neu zu positionieren. Durch den Blick von außen auf einen fremden Gegenstand entsteht auch ein Moment der Fantasie, der Fragen zu Erinnerung, aber auch zur Abbildung von Geschichte in Objekten hervorrufen kann.

An einer Geschichte der Vielen müssen viele beteiligt sein. Um Diversität darzustellen, müssen die Geschichten Aller erzählt werden. Das Verhältnis von Geschichte und Fiktion verändert sich. Die Absolutheit musealer Geschichtsbehauptung gerät ins Wanken, sodass die Vermutung nahe liegt, dass das Verhältnis von Wissen, Überlieferung, Fiktion und Behauptung eine durchaus wandelbare Größe ist.

VERANSTALTUNGEN IM RAHMEN DES PROJEKTS:

  1. 03.06.2019: „Resonanz und Wunder“. Ausstellungsbesuch mit anschließendem Workshop in der Antenne (Artenne Nenzing, 09:00–16:00)