PROJEKT

VER-RÜCKT – WIE PASS‘ ICH REIN?

Szenenarbeit mit der Übergangsklasse
Bild:Szenenarbeit mit der Übergangsklasse

SCHULE:
Privates Evangelisches Oberstufenrealgymnasium des Evangelischen Vereins für ganzheitliches Lernen, Steyr
4400 Steyr, Tomitzstraße 7
www.rose-steyr.org

KULTURPARTNER:
Kulturverein Röda Steyr
4400 Steyr, Gaswerkgasse 2
www.roeda.at

TEILNEHMERINNEN/TEILNEHMER:
Alter: 14–18 Jahre
Anzahl: 70

KURZBESCHREIBUNG:

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten mit den Lernbegleiter/innen, dem Künstler und der Kulturinstitution eine abendfüllende Performance. Kernstück sind die Lebenswelten der Schüler/innen: Schule, Elternhaus, Liebe, Freundschaft, Sexualität, Umgang mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und mit behinderten Menschen, Zukunftswünsche und -ängste. Besonderes Augenmerk liegt auf den Lebensgeschichten der jugendlichen Migrant/innen, die am Standort eine schulische Bildung erhalten.

Ausgehend von dem Wort „passen“ und Abwandlungen wie „anpassen“, „verpassen“, … entwickeln die Jugendlichen mit dem Künstler in der ersten Phase Szenen darüber, wie sie die Gesellschaft in ihrem unmittelbaren Umfeld erleben, was diese von ihnen fordert, annimmt, verändern möchte, fördern möchte. Daraus entstehen Monologe.

In der zweiten Phase verweben die Schüler/innen die Monologe mit passender Theaterliteratur. Da die Schüler/innen den Wunsch nach überwiegend heiteren/lustigen Theaterstücken äußerten, beschäftigen sie sich mit „Macke, Macke“ von Laurent Baffie, „Auerhaus“ von Bov Bjerg und „Einer flog über das Kuckucksnest“ von Ken Kesey. Darin wird mehr oder weniger komisch der Frage nachgegangen, was/wer in die Gesellschaft „passt“. Aber auch, was mich als Individuum ausmacht und wertvoll macht.

Durch kurze, repräsentative Szenen aus diesen Stücken vertiefen die jungen Darsteller/innen die Thematik, zeigen ihre Spielfreude und formen in der dritten Phase alle gemeinsam einen runden Abend.

Die Schüler/innen sind an allen Projektphasen aktiv beteiligt. Dies beinhaltet nicht nur die Themenwahl, sondern auch die szenische Konzeption und die organisatorische Arbeitsaufteilung. Gruppendynamische Prozesse, Lernen voneinander, Rollenwechsel, Spiel mit verschiedenen Identitäten sind neben dem Schärfen der Wahrnehmung und der Einbeziehung aller Sinne immanenter Teil jeder Theaterarbeit. Das Reflektieren über die eigene Identität und das Beobachten des eigenen und fremden Lebensumfeldes bilden wesentliche Teile der Auseinandersetzung.

Im Rahmen einer Projektwoche, die in der Kultureinrichtung im Mai 2019 stattfindet, setzen die Jugendlichen ihre Szenen „performancereif“ um.

VERANSTALTUNGEN IM RAHMEN DES PROJEKTS:

  1. 10.05.2019: Ver-rückt – Wie pass‘ ich rein? (Kulturverein Röda Steyr, 18:00–21:00)