PROJEKT

ZEITZEUGINNEN DER SHOAH – EINE BRÜCKE IN DIE ZUKUNFT

Der Künstler mit der Medienklasse
Bild:Der Künstler mit der Medienklasse

SCHULE:
Bundesgymnasium
Laaer-Berg-Straße
1100 Wien,
Laaer-Berg-Straße
25 – 29
www.grg10laaerberg.at/joomla

KULTURPARTNER:
Jüdisches Filmfestival Wien
1140 Wien, Penzinger Straße 35/6/21
www.jfw.at

TEILNEHMERINNEN/TEILNEHMER:
Alter: 14–18 Jahre
Anzahl: 102

KURZBESCHREIBUNG:

170 Schülerinnen und Schüler haben die mittlerweile schon rar gewordene, großartige Möglichkeit, eine Shoah-Überlebende persönlich zu treffen. Frau Lucia Heilman kommt an die Schule, um ihre einzigartige Geschichte zu erzählen: Als Jüdin überlebte sie die Naziherrschaft nur, weil sie von einem Wiener Freund versteckt wurde. Gemeinsam mit ihrer Mutter verbrachte sie fünf Jahre in einer Werkstatt und blieb unentdeckt.

Die Schüler/innen lernen diese Geschichte im Vorfeld mit dem Buch „Am Seil“ von Erich Hackl kennen. Im Fach Geschichte diskutieren sie Heilmans Leben in historischen Zusammenhängen.

In der Folge erarbeiten die Jugendlichen an drei Terminen im Medienunterricht mit einer Dokumentarfilmemacherin einen Kurzfilm zum Thema. Sie sehen den Film „Die Unsichtbaren“ von Claus Räfle an der Schule und machen ein Interview mit Frau Heilmann, das sie mitschneiden: Wie haben die von den Nazis verfolgen Menschen im Untergrund bzw. in den Verstecken überleben können? Was heißt Zivilcourage heute? Was würde ich tun, wenn ich in dieser Situation wäre?

Danach gestalten und montieren die Schüler/innen das abgefilmte Gespräch und probieren dabei unterschiedliche Sichtweisen eines journalistischen bzw. künstlerischen Zugangs aus. Es stehen genügend Zeit und Raum zur Verfügung, kreative Ideen inhaltlicher und formaler Art einzubringen. Teil des Konzeptes ist eine gewisse Prozesshaftigkeit, die in Zusammenhang mit der Weitergabe von oral history steht: Wie werden wir zukünftigen Generationen von diesen Zeiten erzählen?

Das Projekt wird im Jahr nach dem „Gedenkjahr“ 2018 gestartet als Zeichen, dass Erinnerungskultur mehr denn je wichtig genommen und gelebt wird.

VERANSTALTUNGEN IM RAHMEN DES PROJEKTS:

  1. 02.05.2019: Filmvorführung (Bundesgymnasium Laaer-Berg-Straße, Medienraum, 09:00–14:00)