PROJEKT

MULL MULLER FOR FUTURE

SCHULE:
Allgemeine Sonderschule Hall in Tirol
6060 Hall in Tirol, Universitätsallee 1
https://aso-schulzentrum-hall.tsn.at/

KULTURPARTNER:
Kulturlabor Stromboli
6060 Hall in Tirol, Krippgasse 11
www.stromboli.at

TEILNEHMERINNEN/TEILNEHMER:
Alter: 12–17 Jahre
Anzahl: 20

KURZBESCHREIBUNG:

Im Zuge des heurigen Schwerpunktes „#konserviert – 30 Jahre Stromboli“ ist das Kunst- und Performanceprojekt „Mull Muller“ (Mull ist das Tiroler Dialektwort für Müll) des Tiroler Künstlers Stephan Pirker entstanden. Angelehnt an die traditionsreichen Muller und Matschgerer – Faschingsfiguren, die in den Dörfern rund um Hall den Winter mit viel Lärm und Aufsehen vertreiben – hat er aus Müllmaterialien neue Figuren entwickelt, die jeweils eine bestimmte Art von Müll verkörpern. So entstanden etwa „Biomuller“, „Sondermuller“, „Alteisenmuller“ etc.

Nun setzen die Schülerinnen und Schüler der ASO und der NMS des Schulzentrums Hall dieses Recycling-Kunst-Projekt mit zwei Künstlerinnen des Kulturlabor Stromboli um. Zunächst beschäftigen sie sich mit der Tiroler Faschingstradition. Durch einen Besuch des Matschgerermuseums in Absam, einen Film und einen Experten erhalten sie spannende Einblicke in dieses Brauchtum.

Anschließend nähern sich die Teilnehmenden gemeinsam mit den Lehrenden und Epert/inn/en an die Mull-Muller-Idee und die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit an. Sie sammeln Abfallmaterialien aus der Schule und von Zuhause in einer Müllschatzkiste im Schulzentrum. Bei einem Besuch des Recyclinghofs Hall erfahren sie mehr über Mülltrennung, Müllentsorgung, Problemstoffe etc. und sammeln auch gleich brauchbare Materialien für ihr Projekt. Zusätzlich dikutieren sie mit einem Mitarbeiter des Umwelt Vereins Tirol in der Schule über Ressourcenschonung, Abfallarten, Abfallhierarchie und Abfallbehandlung.

Danach geht es zur Praxis: In mehreren Unterrichtseinheiten kreiieren und gestalten die Kinder mit den gesammelten Müll-Schätzen Mull-Muller-Kostüme. In Steckbriefen legen sie fest, welche Eigenschaften, Funktionen und Bewegungen ihre Charaktere haben. Wie die traditionellen Muller haben auch die phantasievollen Kreaturen einen Zweck; jedoch geht es nicht darum, den Fasching auszutreiben, sondern für eine lebenswerte, umwelfreundlichere und ressourcenschonende Zukunft einzustehen. Auch der obligatorische „Fruchtbarkeitsschlag“ wird in diesem Sinne umgedeutet.

WEITERE INVOLVIERTE PARTNER:

NMS Hall in Tirol
Matschgerer Museum Absam
Recyclinghof Hall
Umwelt Verein Tirol
Musikschule Hall

VERANSTALTUNGEN IM RAHMEN DES PROJEKTS:

(Änderungen aufgrund der Coronavirus-Präventionsmaßnahmen möglich)

  1. 28.6.2020: Mull Muller For Future at Bauernmarkt Hall (Oberer Stadtplatz Hall in Tirol, 09:00–12:00)