PROJEKT

GESCHICHTEAKTIVAPP. DIGITALE RALLYE DURCH DIE GRAZER INNENSTADT

SCHULE:
Bundesgymnasium, Bundesrealgymnasium und wirtschaftskundliches Bundesrealgymnasium für Berufstätige Graz
8020 Graz, Marschallgasse 19–21
www.abendgymnasium-graz.at

KULTURPARTNER:
GrazMuseum, Stadtmuseum Graz GmbH
8010 Graz, Sackstraße 18
www.grazmuseum.at

TEILNEHMERINNEN/TEILNEHMER:
Alter: 17–21 Jahre
Anzahl: 20

KURZBESCHREIBUNG:

Partizipativ und kritisch reflektiert gestalten die Schülerinnen und Schüler ein digitales Tool der kulturellen Bildung. Sie treten in die machtvolle und kreative Rolle der Autor/innen einer App, mit der sich Stadtgeschichte unkonventionell und digital erkunden lässt. Es entsteht eine digitale Rallye durch die Grazer Innenstadt, die jugendliche Anwender/innen durch den öffentlichen Raum führt und über kleine digitale Aktionen mit der Geschichte ausgewählter Orte vertraut macht. Intensiv begleitet und angeleitet durch Kulturvermittler/innen, Programmierer/in und Lehrperson entwickeln die Teilnehmenden selbst sowohl die Narration als auch die digitale Erlebniswelt.

Als Basis dient die Freeware „Actionbound“, die ein niederschwelliges Programmieren multimedialer Erlebnistouren zur spielerischen Vermittlung von Lerninhalten ermöglicht. Von kleinen Rätseln oder Aufgaben bis hin zum Scannen von QR-Codes und Mini-Games bestehen viele Möglichkeiten, wie die Schüler/innen die Stationen formal konzipieren können.

Dem Entwickeln der App geht ein interaktiver Workshop in der Dauerausstellung „360 Graz. Eine Geschichte der Stadt“ voraus. In diesem betrachten die Schüler/innen Orte ihres Alltags in der Grazer Innenstadt, hinterfragen ihre Historizität, betrachten >das Werden< dieser Plätze und ihre Vielstimmigkeit. Ausgehend von diesen Einblicken in die Stadtgeschichte treffen sie eine Auswahl neuralgischer und spannender Orte. Eine Einbeziehung von Fragen des Klimaschutzes bietet sich innerhalb des Projektes an, da Mobilität und Stadtplanung als zentrale Themen der Stadtgestaltung in Geschichte und Gegenwart damit verknüpft sind.

In einem weiteren Workshop erlangen die Schüler/innen Einblick in die Grundlagen des Programmierens.

Historisch informiert und in kleinen Teams organisiert gehen die Jugendlichen nun in die Phase der Konzeption und Umsetzung: Sie gestalten „Bounds“, jene Stationen, die in Summe einen Parcours durch den öffentlichen Raum ergeben, und planen das große Ganze – bis hin zum Namen der App. Damit legen sie den Grundstein einer digitalen Stadterkundung für andere Schüler/innengruppen, die die App später, bereitgestellt vom GrazMuseum, eigenständig nutzen können.

Neben der Betrachtung und Analyse historischer Quellen, Wahrnehmungsspaziergängen, Reflexion digitaler Medien und den Grundlagen der App-Programmierung bilden auch unterschiedliche Formen der Recherche im Museum einen zentralen Inhalt des Projektes.