PROJEKT

THEATRALE PORTRÄTS

SCHULE:
Bundesgymnasium Rainergasse, Wien
1050 Wien, Rainergasse 39
www.rainergymnasium.at

KULTURPARTNER:
Kunst Haus Wien
1030 Wien, Untere Weißgerberstraße 13
www.kunsthauswien.com

TEILNEHMERINNEN/TEILNEHMER:
Alter: 10–13 Jahre
Anzahl: 16

KURZBESCHREIBUNG:

Seit 2017 erforscht das KUNST HAUS WIEN mit Unterstützung einer Theaterpädagogin die Möglichkeiten eines spartenübergreifenden Ansatzes, der Theater und Fotografie verbindet. Im Projekt „Theatrale Porträts“ beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Fotografie-Ausstellung „Alec Soth“ im KUNST HAUS WIEN mit dem Porträt in der Fotografie und erforschen seine Rolle als Impulsgeber für theatrale Prozesse. Alec Soth gelingt es virtuos, vorstädtische und ländliche Gegenden der USA, Menschen und Situationen ins Bild zu setzen. Seine groß angelegten Serien können als Fallstudien der US-amerikanische Gesellschaft gelesen werden und geben Einblick in das Leben gewöhnlicher und manch ungewöhnlicher Menschen. Er interessiert sich für die breite Mittelschicht, abseits der Metropolen und Menschen am Rande der Gesellschaft. In Soths Aufnahmen spiegeln sich Vorstellungen von Lebenssituationen oder (Liebes-)Beziehungen wider, wie sie im amerikanischen Film, in Literatur und Musik geprägt wurden.

In den einzelnen Workshops nähern sich die Schüler/innen anhand unterschiedlicher methodischer Zugänge der Arbeitsweise des Künstlers an, entwickeln ausgehend von den Porträts eigene Figuren und erarbeiten mit der Kunstvermittlerin und der Theaterpädagogin eine Szenische Collage, in der sie ihre erschaffenen Charaktere miteinander in Beziehung treten lassen. Dabei sind die Jugendlichen eingeladen, ihre Vorstellungen vom amerikanischen Leben zu hinterfragen. Inwieweit sind diese von persönlichen Erfahrungen oder durch mediale Einflüsse geprägt? In der Textproduktion steht die Poesie, die Alec Soth in seine eindrücklichen Fotografien einschreibt, im Fokus. Durch gezielte Schreibübungen nähern sich die SchülerInnen der Sothschen Poesie an und entwickeln eigene Texte. Im letzten Workshop haben die Familien der Schüler/innen sowie die Besucher/innen des Museums die Möglichkeit, der Präsentation der Szenischen Collage beizuwohnen.