PROJEKT

B(U)ILDING WITH EARTH

SCHULE:
Höhere technische Bundeslehranstalt Imst
6460 Imst, Brennbichl 25
www.htl-imst.at

KULTURPARTNER:
bilding Kunst- und Architekturschule
6020 Innsbruck, Amraserstr. 5a
www.bilding.at

TEILNEHMERINNEN/TEILNEHMER:
Alter: 15–18 Jahre
Anzahl: 42

KURZBESCHREIBUNG:

„b(u)ilding with earth“ ist ein interkulturelles Projekt im Rahmen eines Entwicklungsprojekts für Ghana/Afrika.

Schülerinnen und Schüler der 5AHBTH entwerfen im Zuge ihres Jahresprojektes eine Bettenstation für ein Krankenhaus in Sekondi Takoradi. Geplant ist ein in Bezug auf die aktuelle Klimaproblematik ökologisch sehr wertvolles Gebäude (Kühlung des Gebäudes mittels passiven Technologien etc.). „b(u)ilding with earth“ beschäftigt sich vor allem mit der Entwicklung der Gebäudehülle.

Über Generationen überlieferte Farben und Muster aus der afrikanischen Kultur vor Ort werden erforscht, zeitgemäß interpretiert und auf eine im Computer erstellte dreidimensionale Ziegelfassade projiziert. Entsprechend dieser Gestaltung werden die einzelnen Ziegel gegeneinander räumlich ausgerichtet. Dabei entstehen Verdichtungen sowie Perforationen, welche die Muster auf der Fassade mittels Schattenwurf im Tagesverlauf der Sonneneinstrahlung entsprechend lebhaft erscheinen lassen. Die Fassade übernimmt dabei zum einen die Funktion der Verschattung und sorgt zum anderen durch ihre offenen Ziegelfugen für eine natürliche Belüftung des Gebäudes.

Das Spiel mit Mustern in der Gebäudehülle sorgt für eine bestmögliche Akzeptanz und Identifikationsmöglichkeit in der Bevölkerung. Diese 3D-Ziegelfassade errichten einheimische Maurer nach computergenerierten Ausführungsplänen der Schüler/innen mit Hilfe von ortsüblichen Baumaterialien wie Lehmziegeln. Zusammen mit Windfängertürmen, Wasserbecken und der perforierten Fassade wird die Bettenstation auf natürliche Weise, ohne den Einsatz von energieintensiven Klimageräten gekühlt.

Ziel von „b(u)ilding with earth“ ist es, die am Projekt beteiligten Partner/innen mit verschiedenen kulturellen Zugängen zu vernetzen und einen gemeinsamen Gestaltungsprozess zum besseren gegenseitigen kulturellen Verständnis zu starten. Der praktische Austausch auf der Schüler/innenseite kann über das aktive Netzwerk der Schule im Rahmen eines aktuellen Schüleraustauschprogramms mit zwei Schüler/innen aus Afrika gut unterstützt und nachhaltig ausgebaut werden.

WEITERE INVOLVIERTE PARTNER:

Jordan Medical Center, Ghana
hiveearth, Ghana
ematric, Austria